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Die »Geilenkirchener Lehmplatte« gehört zur Kulturlandschaft Jülicher Börde – Selfkant

Geilenkirchen liegt inmitten der Kulturlandschaft "Jülicher Börde – Selfkant" Die Höhe dieser Kulturlandschaft variiert von ca. 100 m über NN und ca. 30 m über NN (untere Rurniederung). Sie umfasst die Jülicher Börde im Süden und den Bereich der Selfkant-Terrassenplatte im Norden, deren zentraler Bereich die leicht nach Norden geneigte Geilenkirchener Lehmplatte ist.

Diese geht im Selfkant bei Höngen-Tüddern entlang einer 12 m hohen Geländestufe in die Mittelterrassenebene von Havert über und fällt nach allen Seiten ab. In die Geilenkirchener Lehmplatte sind Rodebach und Saeffeler Baches tief eingeschnitten. Sie verlaufen in Ost-West-Richtung und fließen im Westen der Maasebene zu. Die Wurm gehört ebenfalls zum Stromgebiet der Maas.

Der geologische Untergrund besteht aus Sand- und Tonschichten (jungtertiär), die von Sedimenten wie Schotter, Kies und Sand von Rhein und Maas überlagert werden.
 
 Erdbebenup
 
Am 13. April 1992, gab es ein Erdbeben der Stärke 5,9 im Rheinland. Es war das bisher letzte Schaden verursachende und stärkste Erdbeben in Mitteleuropa seit 1756. Sein Epizentrum lag 4 km südwestlich von Roermond in den Niederlanden. Personen wurden durch herabfallende Kamin- und Dachziegel verletzt. Die größten Schäden entstanden in dem Gebiet um die Stadt Heinsberg. Insgesamt entsand ein Sachschaden von etwa 150 Millionen Mark.
 
 Karteup
 
Satellitenbild von Geilenkirchen

Mit den neuen Funktionen bei Google können sie eine Satellitenaufnahme von Geilenkirchen abrufen. Die Ansicht kann in verschiedenen Modis (auch als Karte) dargestellt werden und lässt sich für Detailansichten herauszoomen.
  Satelitenaufnahme von Geilenkirchen
 
 Das Flüsschen Wurmup
 

Die Wurm

Das kleine Flüsschen Wurm fließt mitten durch Geilenkirchen und bildet die natürliche Grenze zwischen dem ursprünglichen Geilenkirchen und dem Stadtteil Hünshoven. Sie entspringt in Aachen, fließt von dort aus vorbei an Würselen und Herzogenrath, durch Geilenkirchen und mündet nördlich von Heinsberg in die Rur.

Als Wurmrevier bezeichnete man in den 20er bis 60er Jahren das Zechengebiet (Steinkohle) von Alsdorf, Herzogenrath, Hückelhoven, Kerkrade, Kohlscheid, Merkstein und Siersdorf.
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Wasserläufe - Höhen
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Wurm als Grenzflüsschen

Nach dem Ende der römischen Epoche im Rheinland wurde das Land unter der Herrschaft der Merowinger neu aufgeteilt. Das kleine Tal der Wurm bildete nun eine Grenze zwischen Maas und Rur, die das östliche Königreich der ripuarischen Franken von dem westlich gelegenen salischen Herzogtum Hasbanien trennte.

Diese Grenzziehung wurde später von der Kirche übernommen. Das östlich gelegene Land gehörte zum Erzbistum Köln, während die Bewohner des Westufers dem Bistum Lüttich unterstanden. Dieser Grenzlage verdankt das Wurmtal die Anlage der zahlreichen Burgen, hauptsächlich Wasserburgen, die später ihre militärische Funktion verloren und zum Teil in Schlösser umgewandelt wurden. Hiervon befinden sich mehrere in unmittelbarer Nähe des Ortes.
 

Namensgebung für das Flüsschen Wurm

(ganz nebenher: Die Wurm ist eine 'sie')

"borm"   "worm"   "wurm"

Welchen Ursprung der Name 'Wurm' nun hat, legte der Geilenkirchener Heimatforscher Joseph Gatzen in einer Arbeit aus dem Jahre 1925 fest. Der Name Wurm geht danach auf eine nichtdeutsche Wortwurzel hervor. Ursprung ist nach seinen Ausführungen das Wort „borm“, die dem lateinischen „formus“, unserem "warm" entspricht und "sprudeln, sieden" bedeutet. Die Wurm hat also ihren Namen als "warmer Bach" von den Bewohnern des Landes erhalten, die ihre Abwässer in die Wurm leiteten und sie aufwärmten. Das war äußerlich daran zu erkennen, dass die Wurm im ersten Verlauf dampfte.

Die Franken haben bei der Eroberung des Landes den Flußnamen von den Bewohnern (Kelten) übernommen. Durch den Übergang des anlautenden "b" in "w" - eine durchaus lautgesetzliche Erscheinung - glich sich der Name "borm" dem niederdeutschen "worm" an. Nun, heute nennen wir sie "Wurm".
 
 
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Durch den Verlauf der erweiterten Maas während der Eiszeit wurde natürlich so mancher Kübel Sand abgelagert. Wenn wir (aus welchem Grund auch immer) Löcher graben, können wir die Sandkästen der Kinder gleich auffüllen. Westlich von Geilenkirchen gibt es immer noch Heideland, die „Teverner Heide“. Früher gab es einmal mehr davon, nicht nur westlich der Stadt. Davon zeugen die Namen der Ortschaften Hochheid und Niederheid.

   



 Teverner Heide
 
Unser fruchtbarer Ackerboden entstand durch die Vegetation nach der Eiszeit. Die Waldgebiete haben unsere Vorfahren eigenhändig gerodet. Das erklärt auch die häufig vorkommende Endung „rath“ (von Roden) bei den Namen der umliegenden Dörfer, z.B. Hatterath, Gillrath, Grotenrath oder Süggerath.

Selfkant

Übrigens hat der Name des oft belächelten SELFKANTs (eine westliche Gemeinde des Kreises) seine Begründung auch durch den Sandboden. Der Begiff "Selfkante" änderte sich im Wandel der Sprache und würde bei heutiger Namensgebung "Sandkante" sein (sagte mein Heimatkunde-Lehrer).

In einer Veröffentlichung der lokalen Presse (2006) wind nun vermutet, dass die Bezeichnung vom Saeffelbach abgeleitet wird. Vor vielen Jahrhunderten zunächst «Safia» genannt, später daraus Saefele abgeleitet. Nachforschungen ergaben, dass eine Ableitung - ähnlich wie bei den im Maas- oder Roerland gebräuchlichen Bezeichnungen Maas- und Roerkant - aus Saefelland den Begriff Saefelkant entstehen ließ und im Laufe der Zeit dann «der Selfkant».







 
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